500 Zeilen Code! Minimalistischer KI-Assistent NanoClaw wird zum Hit, sichere Alternative zu OpenClaw

2/15/2026
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Kürzlich wurde NanoClaw, ein Open-Source-KI-Assistent des unabhängigen Entwicklers gavrielc, zum Hit. Er realisiert die gleichen Kernfunktionen wie OpenClaw mit einer extrem minimalistischen Architektur. Der Kerncode umfasst nur etwa 500 Zeilen und ist in nur 8 Minuten verständlich.

Projektadresse: https://github.com/qwibitai/nanoclaw

Berichten zufolge umfasst die Originalversion von Clawdbot etwa 430.000 Zeilen Code, was einige Entwickler abschreckt. Diese Komplexität erinnert sie an die Erfahrung, Photoshop auf einem alten Computer zu starten: Selbst auf einem M2 Mini dauert der Start eines solchen Kommandozeilen-Tools Dutzende von Sekunden. Im Vergleich dazu ist die Anzahl der Codezeilen von NanoClaw um 99,9 % reduziert.

Gleichzeitig ist die Entwicklung von NanoClaw eine Reaktion auf die Sicherheitsarchitekturprobleme von OpenClaw. Obwohl OpenClaw im Januar 2026 dank seiner "Jarvis-ähnlichen" Fähigkeiten populär wurde, wurde es von Sicherheitsteams wie Cisco Talos wegen seiner Funktionsweise mit uneingeschränktem Zugriff auf den Host kritisiert. Die Sicherheit von NanoClaw wird direkt vom Betriebssystem "hart isoliert" und ist somit eine sichere Alternative zu OpenClaw.

Was unterscheidet es von OpenClaw?

"OpenClaw ist ein ehrgeiziges und beeindruckendes Projekt. Aber ich kann eine Software, die ich nicht vollständig verstehe, die aber alle Aspekte meines Lebens berührt, nicht beruhigt ausführen." Dies war die ursprüngliche Motivation des Entwicklers gavrielc für NanoClaw.

Es wird berichtet, dass OpenClaw über mehr als 52 Module, 8 Konfigurationsverwaltungsdateien, mehr als 45 Abhängigkeiten verfügt und Abstraktionskapselungen für 15 Kanaldienstleister vorgenommen hat. Sein Sicherheitsmechanismus verbleibt auf Anwendungsebene (Whitelist, Pairing-Code) und nicht auf Betriebssystemebene. Alles läuft im selben Node-Prozess mit gemeinsamem Speicher.

NanoClaw hingegen ist ein einzelner Node.js-Prozess mit wenigen Dateien, ohne Microservices, Message Queues und Abstraktionsschichten. Es verwendet Apple-Container (macOS) oder Docker zur Containerisolation und basiert auf Claude Code für die native KI-Bereitstellung. Der KI-Agent läuft in einem echten Linux-Container mit Dateisystemebene-Isolation und nicht nur mit Berechtigungsprüfungen zur Gewährleistung der Sicherheit.

Berichten zufolge kann NanoClaw Nachrichten über WhatsApp senden und empfangen, Aufgaben zeitgesteuert ausführen und gleichzeitig die Privatsphäre schützen.

Einfach ausgedrückt ist die Wahl zwischen diesen beiden Tools im Wesentlichen ein Kompromiss zwischen ökologischem Komfort und Sicherheitsisolation.

OpenClaw richtet sich an Benutzer, die ein "Out-of-the-Box"-Erlebnis suchen, kann schnell in fast alle gängigen Chat-Plattformen integriert werden und bietet über ClawHub eine riesige Bibliothek mit von der Community entwickelten Fähigkeiten. Dieser Komfort ist jedoch mit einem großen Risiko verbunden: Da OpenClaw direkt auf dem Host ausgeführt wird, könnten bösartige Fähigkeiten oder KI-Halluzinationen theoretisch das Home-Verzeichnis des Benutzers löschen oder SSH-Schlüssel hochladen.

NanoClaw richtet sich an Benutzer, die Sicherheit priorisieren. Es ist der Ansicht, dass es an sich schon gefährlich ist, der KI die höchsten Berechtigungen für den Computer zu geben. Durch die erzwungene Ausführung der KI in einem Linux-Container kann NanoClaw sicherstellen, dass selbst wenn die KI außer Kontrolle gerät, nur die Sandbox-Umgebung beschädigt wird, nicht aber der echte Host. Der entsprechende Preis ist, dass es kein "One-Click-Installations"-Plugin-Ökosystem mehr bietet und Benutzer die benötigten Funktionen selbst mit Claude Code erstellen müssen.

Referenzlink:

https://ai-engineering-trend.medium.com/nanoclaw-a-slimmed-down-version-of-clawdbot-achieved-in-just-500-lines-of-code-c208dc16ee8f

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